{"id":12410,"date":"2021-02-08T09:21:42","date_gmt":"2021-02-08T09:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12410"},"modified":"2021-02-08T09:29:02","modified_gmt":"2021-02-08T09:29:02","slug":"winterlich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12410","title":{"rendered":"winterlich"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12411\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210205_164609-284x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"378\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210205_164609-284x300.jpg 284w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210205_164609-768x811.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210205_164609.jpg 899w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/h1>\n<h5>Wenn schon Winter, dann richtig, k\u00f6nnte man denken. Schneeverwehte T\u00e4ler und Zwerge, die auf dem gro\u00dfen Schlitten mit Santa&#8230;sorry, da bin ich abgerutscht in eine Zeit, wo es noch m\u00f6glich war, das f\u00fcr m\u00f6glich zu halten. Erstaunt lauschte ich einem sehr langen Wetterbericht, der von einer Menge querstehender Lastwagen erz\u00e4hlte, die deswegen bis mittags nicht fahren d\u00fcrfen, und hunderte von Unf\u00e4llen von denen, die unbedingt irgendwohin m\u00fcssen oder noch kein Home-Office haben, oder innerhalb des Lockdowns ihre Kr\u00e4fte f\u00fcr das Menschenwohl einsetzen. Denen, die gerne irgendwo hingehen, geht es bestimmt besser als denen, die nicht anders k\u00f6nnen als das zu tun, was ein Anderer f\u00fcr sie bestimmt. Jemand erz\u00e4hlte mir von einer Studie bzw. einem Experiment, wo es um Teilen ging. Vor zwei Kindern standen zwei vollkommen unterschiedlich gef\u00fcllte Gl\u00e4ser mit S\u00fc\u00dfigkeiten, was sie, wie sp\u00e4ter berichtet wurde, als ein Versehen empfanden und m\u00fchelos einen Ausgleich schufen. Dann bot man zwei Erwachsenen, die genau denselben Job zu verrichten hatten, unterschiedliche Bezahlung an, was beide fraglos akzeptierten. Man fand allerdings, dass sie sich aus dem Weg gingen, aber nie kam sie zur Sprache, die offensichtliche Ungerechtigkeit. Wenn es erfasst wird, aber nicht zur Sprache kommt, kann es ein nagender Wurm beim einen werden, beim anderen zu einer falschen Einsch\u00e4tzung des eigenen Wertes f\u00fchren, hat der Eine doch mehr oder eben weniger bekommen als der Andere. Die Eisesk\u00e4lte inmitten des Lockdowns vertieft noch einmal die Gegebenheiten, die einem dabei auffallen k\u00f6nnen. Die aalglatte Wand der Bildschirme etwa, die einem Lebendiges vorgaukeln, wo es nicht stattfinden kann. Immerhin kann sich praktisch\u00a0 jede\/r da ausdr\u00fccken, das ist ja schon viel und hat sicherlich auch einigen Wahnsinn verhindert, nicht ohne ihn auf anderen Kan\u00e4len zu vertiefen. Weiterhin geht es nicht nur um Covid und die Impfhektik, sondern um Geld und Macht. In Indien wurde das noch in meiner Zeit als gutes Benehmen gesehen, wenn der Reiche keinerlei Show macht von seinem Reichtum, ganz im Gegenteil: weniger ist mehr. Die Qualit\u00e4t des getragenen Tuches, das auf zwei N\u00e4geln Platz haben sollte, konnte absolut hochwertig sein. Schlie\u00dflich war der Reichtum kein Geheimnis, eher eine Verpflichtung den Anderen gegen\u00fcber, die nicht so betucht waren. Lang ist&#8217;s her, und wenn irgendwo ein Kalb vor meinen Augen zu Gold wurde, dann in Indien. (Selbst der gr\u00f6\u00dfte Impfstoffhersteller hat dort sein Impfstoff-Imperium mit 350 Pferden, deren Blut der Herstellung dient). Heute bekomme ich von meinen indischen Freunden eher WhatsApp Bilder wie z.B. das mit einer jungen Frau, neben der steht: &#8218;H\u00f6rt auf, Religion als Deckname f\u00fcr Faschismus zu benutzen&#8216;. Noch vor ein paar J\u00e4hrchen undenkbar, heute eine h\u00f6rbare und weit zu verbreitende Botschaft, was es nicht einfacher macht f\u00fcr Menschen, die nicht geschult wurden in der Kunst der Unterscheidung. Oder wie man sich selber was zutraut. Denn auch das geht wohl nur, wenn das Kind nicht so gesch\u00e4digt wurde, dass von der einst ungetr\u00fcbten Quelle \u00fcberhaupt noch was \u00fcbrig ist. Ich denke aber, dass es eher selten ist, dass gar nichts mehr m\u00f6glich scheint. Und wenn, dann lag es auch an uns Anderen. Dabei muss man sich weder zu ohnm\u00e4chtig noch zu m\u00e4chtig f\u00fchlen, denn die Kraft liegt wohl mehr darin, einfach dabei zu sein und dem, was meine Aufmerksamkeit braucht,\u00a0 Beachtung schenken zu k\u00f6nnen. Es geht einen ja nur etwas an, wenn man entweder die professionellen F\u00e4higkeiten besitzt, hier unterst\u00fctzend zu wirken, oder man ist so ber\u00fchrt vom Erlebten, dass es eher zu einer nat\u00fcrlichen Aufmerksamkeit kommt, mit der man ohne weiteres dabei sein kann, ohne Harm anzurichten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn schon Winter, dann richtig, k\u00f6nnte man denken. Schneeverwehte T\u00e4ler und Zwerge, die auf dem gro\u00dfen Schlitten mit Santa&#8230;sorry, da bin ich abgerutscht in eine Zeit, wo es noch m\u00f6glich war, das f\u00fcr m\u00f6glich zu halten. 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