{"id":11976,"date":"2020-12-12T09:19:17","date_gmt":"2020-12-12T09:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11976"},"modified":"2020-12-12T09:21:17","modified_gmt":"2020-12-12T09:21:17","slug":"weltfelder","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11976","title":{"rendered":"Weltfelder"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11977\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201211_153218-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"345\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201211_153218-296x300.jpg 296w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201211_153218-768x780.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201211_153218.jpg 996w\" sizes=\"auto, (max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/><br \/>\nSchreckliche Engel treten hervor, unbestechlich,<br \/>\nfrei von der B\u00fcrde der Meinung.<\/h6>\n<h5>In der Zwischenzeit habe ich verstanden, dass nicht nur jede\/r seine oder ihre pers\u00f6nliche Coronakrise hat, sondern jede\/r hat sein oder ihr ganz eigenes Weihnachten, untermauert mit Urgef\u00fchlen aus der Kindzeit, als das Gl\u00f6ckchen bimmelte, die Tore sich \u00f6ffneten und alle m\u00f6glichen Herrlichkeiten sich auftaten, w\u00e4hrend die ersch\u00f6pfte Mutter die\u00a0 n\u00e4chste Heldentat vorbereitete. Vielleicht sollte man bei derlei Ausfl\u00fcgen in die Einst-Ebene vers\u00f6hnlich die ganzen Untaten kurz au\u00dfer Acht lassen, die auch im Raum waren, oder man benutzt die Pandemie genau f\u00fcr solche M\u00f6glichkeiten des Hinterherkontemplierens, damit der Schatten, der zwischen dem, wie es scheint, und dem, was es ist, besser hervortreten kann. Aber vielleicht gibt es ja gar keinen Schatten, da, wo man ihn vermutet hat. Im Freundeskreis erz\u00e4hlte jemand von einem Mann, der es gewohnt war, jedes Jahr eine sch\u00f6ne, fette Gans \u00fcber Tage hinweg sorgf\u00e4ltig zuzubereiten, und auf einmal, also letztes Jahr, wurde er Vegetarier, was nat\u00fcrlich seinen Haushalt vor eine Zerrei\u00dfprobe stellte. Jeder w\u00fcnschte sich weiterhin die Gans, und die Kunst der Ganszubereitung war nicht weitergereicht worden. Ich wei\u00df leider nicht, wie es ausging, ob nun der Rest der Familie ganslos blieb oder einen Ausweg aus der Bredouille fand. Ich besch\u00e4ftige mich mit diesem Flow der Dinge m\u00f6glichst schon vor Weihnachten, damit ich, wenn es oder er da ist, dann einen freien Kopf habe. Obwohl man nat\u00fcrlich auch innen im ganz pers\u00f6nlichen Drinnen die verschiedenen Ebenen schm\u00fccken kann, das hat nichts mit Glauben zu tun, sondern mit geistigem Gastrecht. Ich kann mir also ein paar wuchtige Engel einladen, Bildebene Gustave Dor\u00e9, nein, nicht wirklich, meine sehen nochmal anders aus. Sie sitzen mit dem R\u00fccken zum Bild an Abgr\u00fcnden herum und schauen erstaunt ins Menschenget\u00fcmmel hinein. Was sie da sehen, wissen wir nicht, aber wir k\u00f6nnen es ahnen. Man wei\u00df nat\u00fcrlich, dass ihre sorgsamen Augen auch Kinder sehen, die vertieft sind in M\u00e4rchen. Klar, es ist Weihnachtszeit, und man kann mal so richtig sch\u00f6n traurig sein, zum Beispiel die Geschichte vom Streichholzm\u00e4dchen lesen, das in der K\u00e4lte der Nacht erfroren ist, weil kein Streichholz mehr \u00fcbrig war zum Verkaufen oder zum W\u00e4rmen. Da ist man doch froh, dass man zu Hause ist und nicht in Moria im Fl\u00fcchtlingslager, auch wenn die meisten dort keine Christen sind, aber wer wei\u00df. Man muss tief nachdenken, was man feiern kann. Wenn nur das Festessen \u00fcbrigbleibt oder das Nachlassen der Ersch\u00f6pfung, nein halt, wo bin ich!, haben wir doch alle die Maschinen. Bald darf man ja eh nicht mehr hinaus, und man muss auch nicht hinaus. Man beschert einfach die Onlineverk\u00e4uferInnen und katapultiert sie in die Million\u00e4rsoasen, w\u00e4hrend drau\u00dfen in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone die Lichter erl\u00f6schen. Wenn ich also wei\u00df, dass es keine Engel gibt, kann ich sie trotzdem symbolisch zulassen, denn sie sind ja kein Dorn im Auge.\u00a0 Au\u00dferdem kann ich selbst mit meinen Augen an den Abgr\u00fcnden herumsitzen und auf die Weltfelder schauen und hineinlauschen, um zu h\u00f6ren, was ich so denke.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreckliche Engel treten hervor, unbestechlich, frei von der B\u00fcrde der Meinung. 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