{"id":11874,"date":"2020-11-30T09:22:29","date_gmt":"2020-11-30T09:22:29","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11874"},"modified":"2020-11-30T09:22:29","modified_gmt":"2020-11-30T09:22:29","slug":"genug-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11874","title":{"rendered":"genug"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-11879\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201130_091938-297x300.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"367\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201130_091938-297x300.jpg 297w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201130_091938-768x775.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201130_091938.jpg 917w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<h5>Das kann man jetzt definitiv schon voraussehen, dass diese laufende, menschlich bedingte Katastrophe, durch die wir uns gerade gemeinsam bewegen, noch schwierigere Folgen haben wird als wir sie bereits mitbekommen. Alle sind irgendwie betroffen, was wiederum eines der \u00fcberraschendsten Elemente des Vorgangs ist. Auch d a v o n kann man sagen, dass es auch schon immer da war, das willentlich oder unwillentlich gemeinsam getragene Erdleid, jede\/r auf seine oder ihre Art betroffen \u00fcber die Dinge, die laufend geschehen. Nat\u00fcrlich denkt man auch nicht gleichzeitig oder \u00fcberhaupt an die Qual umsonst wartender LadenbesitzerInnen und die Not, die vermutlich in Bordellen auftaucht f\u00fcr die Involvierten, Involviertinnen gibt es glaube ich nicht als Wort. Wenn der Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu wanken beginnt, ist es sicherlich hilfreich, wenn man sich ein stabilisierendes R\u00fcckgrat erschaffen hat in Form von guten Beziehungen in den eigenen R\u00e4umen und &#8218;genug&#8216; zu essen, was immer Menschen jeweils unter dem Genug verstehen (?). Das kann sich stark unterscheiden, und je mehr Geld im Fluss ist, desto schwieriger wird die Antwort auf diese Frage, sofern sie denn \u00fcberhaupt in den Leben auftaucht. Ich selbst bin insofern f\u00fcr Konsumfreude-und freiheit, wenn sie mir auch erm\u00f6glicht, das sokratische Ma\u00df beizubehalten, das immerhin das Einfachste mit dem Besten verkn\u00fcpft, n\u00e4mlich die Gewohnheit des Ma\u00dfhaltens an sich, wie auch immer man sich das gestalten m\u00f6chte. Ich kann auch nicht den ganzen deutschen Winter durch trauern, dass dieses Jahr die indische Sonne nicht auf mich scheinen kann, so sch\u00f6n es w\u00e4re. So ist es ganz im Gegenteil erfreulich f\u00fcr mich, hier auf diesem Landstrich Neues zu erfahren, das Licht des Vollmondes auf den Eiskristallen zum Beispiel. \u00dcberhaupt schaue ich in beiden L\u00e4ndern von meinem Computer aus auf den Himmel, das ist anregend, weil\u00a0 gleichzeitig voll und leer. Erspart wird mir nat\u00fcrlich auch der Anblick, wenn auch nur als Gedanke, von 1.353 (Stand 2018)\u00a0 Milliarden maskierter InderInnen, obwohl ich eher h\u00f6re, dass bei dem gewohnt anarchischen Verhalten des indischen Volkes die Gesetzestreue sehr locker gehandhabt wird. Als ich im Dorf damals ankam, konnte man dem einzigen Polizisten bei ziemlich allen Verboten, bei denen Menschen erwischt wurden, ein paar Rupien in die Hand dr\u00fccken und vergessen war die Sache. Nat\u00fcrlich liegt auch hier wie zwischen Idee und Wirklichkeit ein Schatten. So ein Schatten kann meistens nur durch Anekdoten \u00fcberbr\u00fcckt werden, in denen irgendwie klar wird, wie Freiheit auch aussehen kann, wie zum Beispiel die Story zwischen Alexander dem Gro\u00dfen und Diogenes. Beim Zuh\u00f6ren der Anekdote beneidet man weder Alexander um all sein Machtschlamassel, das er aufrecht erhalten muss, und auch in einer Tonne muss man nicht leben wollen. Aber der Punkt kommt r\u00fcber. Eben als originelle Anregung, wie unterschiedlich man mit dem Leben umgehen kann in all seinen Facetten, und dass es auf niemand anderen ankommt (nur pr\u00e4zise an diesem Kernpunkt!), wie die Sache letztendlich f\u00fcr mich und die Anderen l\u00e4uft. Gro\u00dfz\u00fcgig angelegt und geheimnisvoll ist das Innenleben des Menschen. Und zugleich hoch erfreulich und zutiefst ersch\u00fctternd sind die Resultate, die aus diesen geheimen Sitzungen auftauchen und sich manifestieren. Dass die Kunst tats\u00e4chlich transzendent sein kann, die Gans tats\u00e4chlich ein Tier und Trump tats\u00e4chlich der m\u00fchsam scheidende Pr\u00e4sident der nicht mehr vereinigten Staaten, das alles undsoweiter man als Mensch entscheiden und erleben kann und muss.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das kann man jetzt definitiv schon voraussehen, dass diese laufende, menschlich bedingte Katastrophe, durch die wir uns gerade gemeinsam bewegen, noch schwierigere Folgen haben wird als wir sie bereits mitbekommen. Alle sind irgendwie betroffen, was wiederum eines der \u00fcberraschendsten Elemente des Vorgangs ist. 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