{"id":11814,"date":"2020-11-23T09:19:15","date_gmt":"2020-11-23T09:19:15","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11814"},"modified":"2020-11-23T09:31:05","modified_gmt":"2020-11-23T09:31:05","slug":"baden-4","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11814","title":{"rendered":"baden"},"content":{"rendered":"<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11820\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-768x768.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625-500x500.jpg 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201123_102625.jpg 974w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/em><br \/>\nGerechtigkeit &amp; Vernunft gehen baden<\/p>\n<h5>Das ist eines der wenigen Bilder, bei denen mir zuerst die Worte kamen, zusammen mit einem Bild des Ozeans, in dem sie baden. Eigentlich sind beide weiblich, aber die linke Figur als Gerechtigkeit sieht eher m\u00e4nnlich aus. Noch halten sie sich \u00fcber Wasser, und es sieht fast so aus, als w\u00fcrden sie sich unterhalten. Oder ermutigen sich gegenseitig in dem Gedanken, dass die Vernunft nicht immer baden geht, wenn das Bild vor Augen zu schwimmen beginnt. Und immer wieder diese (freiwillige) Anstrengung, zum eigenen Denken zur\u00fcck zu kehren und der Vielfalt des inneren Lebens Aufmerksamkeit zu schenken. Und niemand wird sagen k\u00f6nnen (oder werden es doch sagen k\u00f6nnen), dass dieses Phantom, das gerade die Welt beherrscht, keine M\u00f6glichkeit geboten h\u00e4tte, Zugang zu erschlie\u00dfen zum eigenen Wesen, wenn das nun erw\u00fcnscht ist und die Haushaltsbilanz es zul\u00e4sst, oder der geistige Zustand, oder die h\u00e4uslichen Beziehungsnetze. Am besten in gleicher G\u00fcltigkeit gesehen wie Planeten, die sich wechselseitig umkreisen, lockere bis streng geordnete Archive, die einem aus der eigenen Bibliothek Material zusenden k\u00f6nnen, ohne einen ungeb\u00fchrlich zu belasten. Und immer wieder auch die Emp\u00f6rungen zulassen, auch wenn man nicht mit einem Plakat am Tor der Wurstfabrik steht. Es stimmt \u00fcbrigens gar nicht, dass die Arbeiter dort gef\u00fchllose Tiere w\u00e4ren, wie es jemand behauptet hat, wundern w\u00fcrde es einen nicht. Aber nein, sie haben Alptr\u00e4ume und die Augen der Schweine starren sie nachts an, und tags\u00fcber schreien sie die Aufpasser an, und jeder Mensch h\u00e4tte gern, dass es ihm besser geht als unter solch einer Niedertracht das kostbare Leben zu fristen. Und nat\u00fcrlich ist es beunruhigend, wenn 70 Millionen Sektenanh\u00e4gerInnen jedes Wort des F\u00fchrers f\u00fcr bare M\u00fcnze nehmen, und erschreckend ist vor allem, dass auf der anderen Seite nur ein paar tausend mehr sind. In Amerika ist das Bild der Spaltung klarer als unter Hitler, denn sie tragen alle rote M\u00fctzen, und bei ihnen sind Gerechtigkeit und Vernunft bereits baden, und dann leider untergegangen. Beim gro\u00dfen Gipfeltreffen vermisste man den Sektenf\u00fchrer gar nicht, sondern man war froh, als er endlich wieder golfen ging. M\u00fcder verfolgten die narzisstischen Kumpane das \u00f6der werdende Spiel der Herrschaftsmarionette. Immer wieder versteht man, dass es um das Leiden geht, um den Schmerz, den eigene Fehler und Schw\u00e4chen verursachen k\u00f6nnen, um den Widerstand gegen jede Form des Benutztwerdens und des Benutzens, sei es auch noch so profitabel, auf anderen Schultern zum vermeintlichen Licht zu gelangen. Und es dauert lange, bis man wei\u00df, wie gef\u00e4hrlich Dummheit sein kann und ist, das bereitwillige sich selbst was Vorgaukeln, bis es geglaubt wird und als normal erscheint, wenn im eigenen Stamm haltlose Urteile gef\u00e4llt werden. Mehr Hutu und Tutsi. In der Denkstruktur der H\u00e4lfte des amerikanischen Volkes hat man ein Wartezimmer eingerichtet, in dem man nicht auf den Pr\u00e4sidenten wartet, sondern man l\u00e4sst ihn da sein, bis weitere \u00d6ffnungen auftauchen, auch wenn es nur schrittweise vor sich geht. Es schmelzen die Pole, aber noch hat das Wasser sich nicht die gef\u00e4hrdeten L\u00e4nder geholt. Vielleicht hat die Gerechtigkeit der Vernunft einen Strohhalm gereicht, oder umgekehrt.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerechtigkeit &amp; Vernunft gehen baden Das ist eines der wenigen Bilder, bei denen mir zuerst die Worte kamen, zusammen mit einem Bild des Ozeans, in dem sie baden. 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