{"id":11599,"date":"2020-10-27T09:57:06","date_gmt":"2020-10-27T09:57:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11599"},"modified":"2020-10-27T10:04:12","modified_gmt":"2020-10-27T10:04:12","slug":"lernfaehig","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11599","title":{"rendered":"lernf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11600\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201026_095021-300x293.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"347\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201026_095021-300x293.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201026_095021-768x749.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201026_095021.jpg 976w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Mir ist es ehrlich gesagt sowas von egal, ob der Mensch vom Affen abstammt oder von der Schildkr\u00f6te oder von sich selbst, bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Forschungsgel\u00fcste. Mir geht es nicht darum, das w\u00e4re naiv, diese Forschung infrage zu stellen, auch wenn ich es vor mir selbst immer mal wieder in eine Frage gestellt habe, denn auch mit dem klugen Schwein verbindet uns vieles. In Indien habe ich mich oft gefragt, wie das gehen soll, wenn kein Mensch davon wei\u00df, dass vom Affen abgestammt wird, obwohl es da auch Evolutionstheorien gibt und der Mensch als letztes Resultat einer tierischen Kette gew\u00fcrdigt wird, also wenn er es geschafft hat, Mensch zu werden. Nun gibt es eigentlich nur eine einzige Ger\u00fcchtekammer, in der alle Anwesenden alle anderen permanent beobachten, wie sie so sind als Mitmenschen und Mitt\u00e4ter und Mitgestalter, alles mit Sternchen* und &#8218;innen&#8216; dran, denn Frauen gestalten ja auch \u00fcberall mit, obwohl sie oft schlechter daf\u00fcr bezahlt werden, das hat sich so eingeb\u00fcrgert. Manchmal hilft es, sich zum Beispiel auf YouTube das Video eines Dialoges anzuschauen zwischen Hannah Arendt und G\u00fcnter Gaus, wo man so ein vertrautes Gesp\u00fcr bekommt f\u00fcr das, was Menschsein sein kann, diese souver\u00e4nen Aussagen aus dem Reich des eigenen Denkens, und auch der Interviewer ein kluger und besonnen formulierender Mann, der offensichtlich f\u00fcr seine F\u00e4higkeiten bekannt war, sich einf\u00fchlen zu k\u00f6nnen und, von der Kameraf\u00fchrung her, nur vom R\u00fccken sichtbar zu bleiben. Selbst das Rauchen der beiden erinnerte wieder an fr\u00fchere Zeiten, wo noch nicht auf den Schachteln stand, dass man davon sterben wird. Denken und rauchen hatte immer etwas angenehm Verbundenes, und ich wette, dass die, die das noch unverbl\u00fcmt genie\u00dfen konnten, nicht unbedingt daran gestorben sind. Aber wer wei\u00df schon, warum vorzeitig jemand auf irgendeine Weise stirbt, auf die man dann hinweisen kann und so tun, als w\u00e4re der oder die Tote daran gestorben. Es gibt viele Arten von Totsein und hat sich doch herumgesprochen, dass der Mensch vor allem an sich selbst stirbt und an dem, was er antut, und an dem, was ihm angetan wird. Ja, in der Tierwelt kann man auch allerhand Tierisches beobachten. Es ist ja nicht wirklich klar entschieden worden, ob der Mensch nun schon seine ganz eigene Spezies geworden ist, oder wieviel Tier noch in ihm lebt. Er aber, das wei\u00df auch keiner warum, ist belastet mit Bewusstsein, mit dem er oder sie umgehen und permanent entscheiden muss, was er aus dem, was er vorfindet, macht. Glanzvolle Zeiten und hohe Kulturen soll es auf der Erde immer wieder mal gegeben haben, bis man eines Tages h\u00f6rt, dass dort ebenfalls Sklaven durch den Tag gepeitscht wurden, damit andere ihre Visionen umsetzen k\u00f6nnen. Aber das schr\u00e4nkt nicht die gro\u00dfen Stunden ein, in denen auch immer wieder Menschen etwas von sich gezeigt haben, das man lernen m\u00f6chte, wenn man kann, und durch die man versteht, auf was es ankommt bei diesem Durchgang, das Leben genannt. So kann man genauso gut sich mal Senator Sheldon Whitehouse in seiner brennenden Rede anschauen nach der politisch erzwungenen Nominierung von Amy Coney Barrett, wie er den ganzen Betrug auf menschlich erkl\u00e4rt. Da gibt es kein Ausweichen, denn obwohl sie rar ist, die Stimme der Wahrheit, so gibt es sie dennoch. Oft hat so eine Stimme das menschlich unvorstellbar Grausame und zutiefst Erschreckende erlebt, bevor sie wieder zu sich selbst zur\u00fcckgekehrt ist und letztendlich doch Aussage machen musste \u00fcber das, was offen sichtbar ist, auch wenn ein Kollektiv es verleugnet. Sie haben viele Ideen gehabt, sagt Hannah Arendt irgendwo im Interview \u00fcber die Nazigemeinde. Und als sie dann doch noch \u00fcber ihre Beziehung zu Jaspers spricht, meint sie, dass, wenn er sprach, es licht wurde. Wenn d a s keine schlichte und gehaltvolle Ehrung der M\u00f6glichkeiten des Menschseins ist!<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mir ist es ehrlich gesagt sowas von egal, ob der Mensch vom Affen abstammt oder von der Schildkr\u00f6te oder von sich selbst, bei allem Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Forschungsgel\u00fcste. 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