{"id":11588,"date":"2020-10-26T09:40:18","date_gmt":"2020-10-26T09:40:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11588"},"modified":"2020-10-26T09:46:41","modified_gmt":"2020-10-26T09:46:41","slug":"streamen-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11588","title":{"rendered":"streamen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11589\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-300x300.png\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"348\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-300x300.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-150x150.png 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-768x770.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-365x365.png 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201-500x500.png 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201024_162201.png 908w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<h5>St\u00e4ndig verschwindet was und wird was neu erschaffen. Es sind oft die simplen S\u00e4tze, die einen ersch\u00fcttern k\u00f6nnen, wenn man sie zul\u00e4sst, ich meine offen l\u00e4sst zu tieferen Einsichten, wo man doch selbst im Strom st\u00e4ndig verschwindet und neu erschaffen wird. Vor allem, wenn man lernt, es nicht immer Gewohnheit zu nennen, sondern sieht, dass dieser Strom, der alles beinhaltet und mit sich nimmt, die einzige M\u00f6glichkeit ist, eigene Anwesenheit zu erfahren. Deswegen kann es so ausschlaggebend sein,\u00a0 w i e ich es erfahre, das eben, was man so leichthin das Leben nennt. Neulich durfte ich mich mal kurz (aber heftig) aufregen dar\u00fcber, dass ein zweisprachiger Buchtitel mit dem urspr\u00fcnglichen Titel &#8218;Depression and other magic tricks&#8216; (von Sabrina Benaim) vom Verlag mit &#8218;Das Leben und andere Zaubertricks&#8216; \u00fcbersetzt wurde, das ist doch der Hammer, dass aus (offensichtlich) profitorientierten Gr\u00fcnden aus &#8218;Depression&#8216; &#8218;Leben&#8216; gemacht wird. Auch wenn man etwas versteht, kann man die Achtung f\u00fcr die Motivation verlieren. So eine totale, der absichtlichen Unsch\u00e4rfe gewidmeten Vergaukelung! Und man kann es auch einen Klacks nennen, wenn man z.B. einen Bericht sieht \u00fcber baumwollpfl\u00fcckende Kinder, die ihr Leben von 6 Uhr fr\u00fch bis abends f\u00fcr, wieviel war es doch gleich, einen Euro achtzig verplempern, obwohl sie lieber in der Schule w\u00e4ren, und auch ihre Mutter lieber h\u00e4tte, dass sie in der Schule sind, aber was soll sie machen. Sie str\u00f6men auch so vorbei, die Berichte von Menschen, deren Leben s o nicht verlaufen d\u00fcrfte, aber was hei\u00dft schon d\u00fcrfte. Es darf ja. Und es ist schwer, aus dem Dargereichten Konsequenzen zu ziehen, soweit einem das m\u00f6glich ist. Und das ist einem ja nur m\u00f6glich, wenn man durch eine Ber\u00fchrung die Fassung verliert, oder die Festung, in der man sich zum Gl\u00fcck auch verschanzen kann, damit man nicht \u00fcberrollt wird von den Handelsturbulenzen der Weltm\u00e4chte. Wallstreet, sagte ein Sprecher von Wallstreet, liebt Trump. Im Himmel der Illusionen ist Trump beliebt, er kann hineinf\u00fcttern, was eigentlich gar nicht da ist, das wird da respektiert unter Bankern, denn so l\u00e4uft doch die Sache. Sie l\u00e4uft auf etlichen Ebenen im Leeren. Und auch die Leere ist ein Spezialgebiet, das der Weisheit wie dem grenzenlosen Zocken dienlich ist. Alles flie\u00dft und kann oft genug schwer erfasst werden. Vor allem da, wo es nicht aufruft zum Lupenblick, zum n\u00e4heren Hinschauen reizt, zu weiterem Erwachen ermuntert, und immer wieder zu der Frage, was das alles mit meinem eigenen Geist macht. Denn der str\u00f6mt auch dahin und lebt vom Gef\u00fcttertwerden mit allen Konsequenzen, die entstehen, wenn man es f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4lt, dass man tats\u00e4chlich i s t, was man in sich hinein nimmt: die Nahrung, die zu dem wird, was wir sind. Bis hinab, oder ist es eher hinauf, oder beides zugleich, zur subatomaren Ebene also, wo alles Hereingenommene eine direkte Wirkung hat auf mich selbst und dadurch auch auf die Anderen und auf das Andere, das da ist. Auch durch die Oasen und die Friedensfelder der Welt l\u00e4uft ein Zittern, wenn klar wird, wie ungemein zart das Ganze ist und so verg\u00e4nglich und schmerzhaft und auch so kostbar und sch\u00f6n, kein Zweifel.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>St\u00e4ndig verschwindet was und wird was neu erschaffen. 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