{"id":11179,"date":"2020-09-02T08:18:10","date_gmt":"2020-09-02T08:18:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11179"},"modified":"2020-09-02T10:16:42","modified_gmt":"2020-09-02T10:16:42","slug":"elementar","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11179","title":{"rendered":"elementar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11180\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200902_091457-294x300.jpg\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"364\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200902_091457-294x300.jpg 294w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200902_091457-768x784.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200902_091457.jpg 793w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><\/p>\n<h5>Es gibt viele Vermutungen dar\u00fcber, was in der Welt als eine m\u00f6gliche Gemeinsamkeit unter Menschen vorherrscht im Sinne: wir sind alle mal \u00e4rgerlich, wir wollen alle wahrgenommen und geliebt werden, und wir kennen alle die Angst. Wenn man etwas, das man f\u00fcrchtet, nicht grunds\u00e4tzlich weghaben will, erschlie\u00dft es sich leichter, denn auch d a s, was ich nicht (von mir und anderen) haben will, ist da und will dasselbe: wahrgenommen sein. So, wie man vielleicht manchmal denken m\u00f6chte, die Liebe sei einfach die Substanz des Universums und man muss sich nur f\u00fcr sie entscheiden, so kann man leicht sehen, dass auch die Angst unbedingt da sein muss, denn sie hat ihre wesentlichen Funktionen wie sch\u00fctzen, beh\u00fcten, warnen etc. Einmal habe ich eine Angst erfahren, die war eiskalt, vielleicht war es die Todesangst, jetzt nicht vor dem Sterben selbst, sondern vor der Bedrohung, die von der Situation ausging. Inmitten dieser Emotionslosigkeit hatte ich ein paar Eingebungen, die unter den wenigen L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten infrage kamen. Es war wie ein Schwert, das wusste, dass es um Leben und Tod geht. Es funktionierte und eine M\u00f6glichkeit erschien im Raum, die ich nutzen konnte. Wenn ich heute daran denke, so sehe ich, dass es die Angst selbst war, die mir geholfen hat, denn nur noch sie war da. Vielleicht ist es auch so mit der Liebe. Meistens wird man ja auch von ihr \u00fcberrascht, denn nichts passt so wenig in einen als normal gestylten Tagesablauf als die Liebe oder die Angst oder der Hass. Wenn der Ausnahmezustand sich durchgesetzt hat und auf den Plan tritt, ohne einer nachvollziehbaren Logik zu folgen. Wenn allerdings W\u00fcnsche kultiviert werden, muss man auch f\u00fcrchten, dass sie sich umsetzen, denn solange man noch eine Wahl hat, kann man sie treffen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter werde ich mich in eine bestimmte Richtung bewegen, dann ist die Wahl getroffen. Was die Angst betrifft, die man sich unter guten Bedingungen vielleicht so vorstellen kann wie ein mildes Feuer am gemeinsamen Herd der Elemente, so kann sie, die Angst, auch bewusst entfacht werden, so, wie man es in Amerika durch Trump beobachtet. Trump, der in Panik ist, zu verlieren, sch\u00fcrt Angst als eine Strategie, auf die er sich verlassen kann, bzw bis jetzt verlassen konnte. In diesem Zusammenhang ist zur Zeit die Rede von &#8222;wei\u00dfen Hausfrauen&#8220;, bei denen die gesch\u00fcrte Angst vor Gewaltausbr\u00fcchen und Gesetzlosigkeit trotz allen besseren Wissens dazu f\u00fchren kann, dass sie Trump w\u00e4hlen, der das Chaos selbst gestiftet hat, damit er als Retter auftreten kann. Er erfindet Geschichten \u00fcber eingeflogene Gewaltt\u00e4ter, die von irgendwem engagiert werden, um Unheil anzurichten. \u00dcber diese Verschiebung der Fakten wird nun auf einmal der so wichtige Kampf der &#8218;Black Lives Matter&#8216;- Bewegung eine Rettungsaktion der wei\u00dfen Rasse, die sich ja bekanntlich schwertut, dunkelh\u00e4utige B\u00fcrgerInnen als Menschen anzuerkennen. Man staunt, wie schwer das sein kann, aber staunt man wirklich? Als Individuum ist man nat\u00fcrlich stets gefordert, die richtigen und wichtigen Entscheidungen zu f\u00e4llen, aber mir scheint, als ist man gerade jetzt besonders gefordert, das Wesentliche vor allem mit sich selbst zu er\u00f6rtern, bevor die Worte f\u00fcr das innere Erleben gefunden werden k\u00f6nnen. Wenn es einen ber\u00fchrt, dass jeder Mensch ein Recht hat auf eigene Sprache und h\u00f6chsteigenes Anliegen, auch wenn es weiterhin h\u00f6chst erfreulich bleiben wird, dieses Anliegen auf eigenen Sprachraum im Rahmen des M\u00f6glichen angstlos vermitteln zu k\u00f6nnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt viele Vermutungen dar\u00fcber, was in der Welt als eine m\u00f6gliche Gemeinsamkeit unter Menschen vorherrscht im Sinne: wir sind alle mal \u00e4rgerlich, wir wollen alle wahrgenommen und geliebt werden, und wir kennen alle die Angst. 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