{"id":11099,"date":"2020-08-24T08:10:10","date_gmt":"2020-08-24T08:10:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11099"},"modified":"2020-08-24T08:15:23","modified_gmt":"2020-08-24T08:15:23","slug":"befragen-beantworten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11099","title":{"rendered":"(be)fragen &#038; (be)antworten"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11102\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090040-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090040-300x169.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090040-768x432.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090040-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090040.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11100\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090314-300x147.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"147\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090314-300x147.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090314-768x377.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090314-1024x503.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090314.png 1917w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11101\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090129-300x193.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"193\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090129-300x193.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090129-768x494.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090129-1024x659.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200824_090129.jpg 1584w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h5>\n<h5>Erfreut griff sie (ich) nach ihrer Fragensammlungsmappe und legte zu der Fragenseite der Zeit zwei weitere Fragen hinzu, wohl wissend, dass nicht nur jede Wahrheit die vorletzte ist, sondern dass st\u00e4ndig neue Fragen emporkeimen aus den beackerten Feldern. Aber auch da, wo niemand besonders ackern muss, werden st\u00e4ndig Fragen in den Raum gerufen oder jemandem gestellt oder man befragt sich selbst t\u00e4glich, das f\u00e4ngt ja beim Anziehen an und kann noch im sp\u00e4tabendlichen Wegd\u00e4mmern eine bedeutsame Rolle spielen, wenn manche Fragen wie Geister auf einen zukommen und dann im Labyrinth der Tr\u00e4ume zu Figuren werden, die weiteren Fraggr\u00fcbeleien anheim fallen k\u00f6nnen, aber nicht m\u00fcssen. Nun gibt es eine uralte Meinung (deswegen wei\u00df man halt nicht, woher sie kam) \u00fcber bestimmte Fragen, an denen der Vorsichhingr\u00fcbelnde nicht vorbeikommt, au\u00dfer nat\u00fcrlich, jemand durchgr\u00fcbelt einen Mordsplan und kommt dadurch nicht in die N\u00e4he dieser anderen Fragen wie: Wer bin ich? Gibt es einen Gott? Was ist Liebe\/Freiheit\/Wahrheit usw. Dieselben Fragen k\u00f6nnen einen ein Leben lang besch\u00e4ftigen, und da, wo Antworten wirklich gefragt sind, ver\u00e4ndern sie sich h\u00e4ufig im Lauf der Zeiten, sodass sie auch Aussage \u00fcber uns und unseren Lebensfaden werden. Manchmal sind die Fragen wichtiger als die Antworten, manchmal umgekehrt. Und die Worte zu haben sagt nichts dar\u00fcber aus, ob auch Fragen gestellt werden k\u00f6nnen und manchmal auch m\u00fcssen oder m\u00fcssten, wenn sie zu lange vermieden werden. Fragen k\u00f6nnen \u00fcberall und jederzeit auftauchen, auch als Infragestellen der Befragung. W\u00e4chterInnen werden neuerdings in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt, um Tatverd\u00e4chtige zu fragen, warum sie keine Maske tragen, das wird teuer, wenn man es nicht clever beantworten kann. Man lernt, dass zwischen beweglichem Widerstand und bereitwilliger Gew\u00f6hnung ein Schatten auf den Nasen herumtanzt, mal auf der einen, dann auf der anderen Nase. Hier k\u00f6nnte zum Beispiel der Titel eines von Freundeshand*\u00a0 geschriebenen Buches erscheinen : &#8218;Wem geh\u00f6rt dein Leben?&#8216;, und wie unangenehm es sein kann, wenn einen das Gef\u00fchl beschleicht, dass einem etwas Wesentliches entzogen wird an souver\u00e4nen Entscheidungsm\u00f6glichkeiten. Denn die Anderen sind ja genauso \u00fcberzeugt, dass sie recht haben mit ihrer Einstellung. Da beantwortet man dann schon mal die Frage mit der beweglichen Entscheidung des kleineren \u00dcbels. Wach sein kann ja bis in die Tr\u00e4ume dringen, und auch wenn der Traum nicht der eigene K\u00f6nigsweg ist, so kann man ihn trotzdem aufmerksam betrachten, denn zuweilen bietet er\u00a0 Antworten, wo gar keine Fragen waren. Schlie\u00dflich lebt man ja die eigene Geschichte hinaus in den Raum, sozusagen als verk\u00f6rperte Frage, und es kommt sehr wohl darauf an, wie man sich selbst beantwortet, wer sollte es sonst tun. Und sollte man eines Tages beantworten k\u00f6nnen, wem das eigene Leben geh\u00f6rt, kann man die Frage hinausdehnen und z.B. fragen, wem das Ganze (Erde\/Tiere\/Pflanzen) \u00fcberhaupt geh\u00f6rt und wer das alles entschieden hat, was wie eine Antwort zu einer Frage aussieht, die keiner gestellt hat. So kann man auch spielerisch damit umgehen, ohne den Kern aus dem Auge zu verlieren.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* Florian Goldberg &#8222;Wem geh\u00f6rt dein Leben?&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfreut griff sie (ich) nach ihrer Fragensammlungsmappe und legte zu der Fragenseite der Zeit zwei weitere Fragen hinzu, wohl wissend, dass nicht nur jede Wahrheit die vorletzte ist, sondern dass st\u00e4ndig neue Fragen emporkeimen aus den beackerten Feldern. 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