{"id":11043,"date":"2020-08-18T08:34:12","date_gmt":"2020-08-18T08:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11043"},"modified":"2020-08-18T11:28:16","modified_gmt":"2020-08-18T11:28:16","slug":"gut-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11043","title":{"rendered":"gut"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11049\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-300x300.png\" alt=\"\" width=\"359\" height=\"359\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-300x300.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-150x150.png 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-768x769.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-365x365.png 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615-500x500.png 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200818_104615.png 930w\" sizes=\"auto, (max-width: 359px) 100vw, 359px\" \/><\/h1>\n<h5>Das Wort &#8218;gut&#8216; ist, wenn es nicht f\u00fcr irgendwelche Ziele\u00a0 missbraucht wird und dadurch Misstrauen hervorruft, eigentlich ein sehr sch\u00f6nes Wort, nur drei Buchstaben, schlicht und klar. Aber &#8217;sch\u00f6n und gut&#8216; wird schon als genervtes Wortb\u00fcndel benutzt mit einem hoffnungslosen Unterton: na gut, wenn&#8217;s sein muss. Oder als Wortanh\u00e4ngsel wie in &#8218;Gutmensch&#8216;, wo es unertr\u00e4glich wird, weil es genau das Gegenteil von dem ausdr\u00fcckt, was urspr\u00fcnglich damit gemeint war, oder in unheilsamer Symbiose die Essenz des Ganzen verwischt und verliert. Kamala Harris ist eine gute Wahl von und f\u00fcr Joe Biden, aber nicht, weil sie ihn bei der Arbeit schm\u00fccken kommt, sondern weil sie ihr eigener Herr ist, wenn ich das hier genderfreundlich sagen kann. Und wenn es Joe Biden gelingt, seinen (nennen wir&#8217;s einfach mal so) weiblichen Aspekt lebendig zu halten mit einer gewissen Zur\u00fcckhaltung, die Trump gerne &#8217;schl\u00e4frig&#8216; nennt, den &#8218;Schl\u00e4frigen Joe&#8216; nennt er ihn, und brennt vor Wut, dass nun eine kraftvolle Flamme zu dem gesto\u00dfen ist, die ihm, der keine eigene hat, gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte. Aber nicht nur\u00a0 e i n e\u00a0 Kraft sieht man da auf einmal im demokratischen Lager wirkungsvoll auftauchen, nein, denn nun ist neben Nancy Pelosi eben Kamala Harris aufgetaucht, und auch sie ist wieder da, Michelle Obama, die Raubtierb\u00e4ndigerin, nicht ihrem Mann gegen\u00fcber, sondern der Meute gegen\u00fcber, die durch sie ganz ohne Peitsche und \u00fcberhaupt durch die Glaubw\u00fcrdigkeit und Menschlichkeit der Obamas gez\u00e4hmt wurde, egal, wieviel dem einstigen Pr\u00e4sidenten damals nicht gelungen ist. Immerhin haben sie ihn nicht gekreuzigt, davor hatten wir am meisten Angst: dass er ein weiteres Opfertier werden w\u00fcrde auf den Alt\u00e4ren des Wahnsinns. Und das ist nicht nur Amerika, sondern das ist gro\u00dfes Welttheater und eine Sternstunde des globalen, politischen Spiels. Durch die kriminellen Strukturen des Trump&#8217;schen Missmanagements also ist es erm\u00f6glicht worden, dass die reflektierenden Geister erwacht sind im Angesicht notwendiger Handlungen. Es hat den ersten Wei\u00dfhaus-Journalisten gegeben, der es gewagt hat, Donald Trump zu fragen, ob er es nicht bereuen w\u00fcrde, das Volk derart belogen zu haben. Endlich, sagte er, hatte er die Kraft, die Frage zu stellen. Ob es wohl jemanden um Hitler gab, der ihn fragen konnte, ob es wirklich n\u00f6tig w\u00e4re, so viele Juden zu ermorden?, oder gar selbst zu gr\u00fcbeln anfing mit dem &#8218;warum wohl&#8216;. Und das sogenannte &#8218;B\u00f6se&#8216; ist in der Tat oft schwer zu erkennen, weil es eingebettet wird in das rituelle Banal der Diktaturen, bis genug Profiteure und Herumkriecher wissen, dass sie sterben werden, wenn sie ihr Eigenes denken, bis davon nichts mehr da ist und man mithilft, Gaskammern zu bauen, weil man es f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Trump mag strohdumm sein, aber gerade deswegen ist er so gef\u00e4hrlich, so banal, so durchschaubar. In dieser Wahl und anhand dieses Systems k\u00f6nnen wir also jetzt beobachten, was passiert, wenn ganz offensichtlich dunkle Machenschaften sich ungeniert manifestiert haben und nun andere Kr\u00e4fte auf den Spielplan gerufen haben, die sich bem\u00fc\u00dfigt f\u00fchlen, dem entstandenen Schaden entgegen zu wirken. M\u00f6chte man denn nicht, dass das &#8218;Gute&#8216; die F\u00fchrung \u00fcbernimmt, jetzt nicht als Halbgott oder Coachmeister, sondern als Mensch, und hei\u00dft das nicht u.a., F\u00fchrung f\u00fcr sich selbst zu \u00fcbernehmen, damit ich die Anderen f\u00fcr mein Verhalten und Sein nicht (mehr) verantwortlich machen muss. Ich kann nur empfehlen, sich die Rede von Michelle Obama von gestern Abend anzuh\u00f6ren und anzuschauen, denn ihre Rede ist wirklich gut, und man bekommt durch sie ein Gesp\u00fcr, was auch in Amerika wieder geheilt werden kann. Und gut, dass Bernie Sanders sich hinter Joe Biden stellt, und gut, dass Obama in dieser Inszenierung wieder eine wichtige Rolle spielt. Gro\u00dfes Theater!<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort &#8218;gut&#8216; ist, wenn es nicht f\u00fcr irgendwelche Ziele\u00a0 missbraucht wird und dadurch Misstrauen hervorruft, eigentlich ein sehr sch\u00f6nes Wort, nur drei Buchstaben, schlicht und klar. 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