{"id":10964,"date":"2020-08-08T08:43:57","date_gmt":"2020-08-08T08:43:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10964"},"modified":"2020-08-08T08:43:57","modified_gmt":"2020-08-08T08:43:57","slug":"nichts-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10964","title":{"rendered":"Nichts"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10965\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_093038-300x184.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_093038-300x184.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_093038-768x471.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_093038-1024x628.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_093038.png 1601w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-10966\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_074343-300x173.jpg\" alt=\"\" width=\"317\" height=\"183\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_074343-300x173.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_074343-768x443.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_074343-1024x590.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200808_074343.jpg 1794w\" sizes=\"auto, (max-width: 317px) 100vw, 317px\" \/><\/p>\n<h5>Gestern habe ich dann endlich den Satz oben aus den Seiten der Zeit entfernt, und es dauerte nicht lange, da hatte ich den Wunsch, den Artikel &#8218;Das&#8216; dazuzuf\u00fcgen. Es faszinierte mich innerhalb des angemessenen Momentes, der solche Unterhaltungen erm\u00f6glicht, dass diese drei Buchstaben dem Satz einen v\u00f6llig anderen Sinn hinzuf\u00fcgen. Aber gibt es hier wirklich einen gravierenden Unterschied zwischen nichts, das in Stein gemei\u00dfelt ist, und dem Nichts, das in Stein gemei\u00dfelt ist!? Nichts w\u00fcrde einfach weiterhin sein, was es immer schon war und auch weiterhin ist, h\u00e4tte es nicht in vielen Welten zu Kontemplationsmarathonen gef\u00fchrt und zu ekstatischen Wanderungen in den Synapseng\u00e4ngen. Ahhh! Le vide! Le n\u00e9ant! Ganz zu schweigen von kucch nahi hai, das, was nichts ist, oder doch das immense Nichts, von dem alles ausgeht und aus dem gem\u00e4\u00df kosmischer Genetik auch nur wieder ein Nichts entstehen kann, das sich als etwas verkleidet. Heute fr\u00fch habe ich nach langer Zeit mal wieder aus meinem Regal das Buch mit dem Titel &#8218;Nichts&#8216; von Ludger L\u00fctkehaus herausgenommen (falls sich jemand f\u00fcr das Nichts interssiert) herausgegeben bei Zweitausendeins und daher zumindest empfehlenswert, auch wenn ich selbst immer froh war, das Buch zwar zu haben, aber ich wollte nie hineinschauen, weil: wieviel Nichts kann da enthalten sein, und wei\u00df ich nach 757 Seiten tats\u00e4chlich mehr \u00fcber das Nichts, und was geschieht dann mit meinem eigenen Nichts, und wieviel L\u00fctkehaus will ich tats\u00e4chlich in meinem Nichts haben. Allerdings habe ich gerade, weil das Buch seit gestern auf meinem Schreibtisch liegt, nun doch hineingesehen wegen der genauen Seitenzahl, also so viel Nichts hat er immerhin aus sich herauskreirt oder vorgefunden, und ich habe dabei bemerkt, dass das Buch mit ein paar poetisch angeordneten Worten endet, die offensichtlich auch zusammenfassen, was er da alles entdeckt hat, deswegen schiebe ich sie jetzt hier ein, schlie\u00dflich ist Samstag und jeder tut, was er oder sie kann:<\/h5>\n<h4>\nNichts ist nichts.<br \/>\nNichts entgeht nichts.<br \/>\nIm Nichts vergeht nichts.<br \/>\nNichts ist nichts.<br \/>\nGar nichts.<br \/>\nnichts<\/h4>\n<h5>Das letzte &#8217;nichts&#8216; ist tats\u00e4chlich nach dem Punkt kleingeschrieben, ich vermute mal, dass das absichtlich war und nicht die schwarze Kunst. Nat\u00fcrlich fiel mir dabei auch mein eigenes Gedicht ein, das mit: &#8218;Ich will im Nichts ein gro\u00dfes Schweigen bauen&#8216; beginnt, was wiederum beweisen k\u00f6nnte, dass auch das Nichts eine Architektur braucht, um darin zu erscheinen, denn wenn es tats\u00e4chlich nichts w\u00e4re, dann k\u00f6nnten wir davon nichts wissen. Dann habe ich vor langer Zeit ein Lied \u00fcber das Nichts geschrieben, das str\u00f6mt jetzt alles so aus meinen Archiven heraus, was neue Fragen gebiert, die dem Nichts das Wesen rauben w\u00fcrden. Dieses Lied war und ist ein Liebeslied an das Nichts (Song to Nothing), das geht schon besser, denn lieben kann man alles, was Liebe in einem hervorruft, und da ist das Nichts keine Ausnahme. Du und ich, besang ich damals das Nichts, gekleidet in den Farben des Himmels. Nun wissen wir inzwischen, dass es eine ziemlich freiz\u00fcgige, planetarische Grundausstattung gibt, mit der man hier antritt, wo das Nichts leider schon ziemlich vordefiniert und von vielerlei Wesenhaftem bewohnt ist. Das hilft ja nichts, sich dagegen zu wehren, nein! Umgehen muss man damit, ob man will oder nicht, und wollen ist schon ganz gut, und k\u00f6nnen ist auch sch\u00f6n. Etwas beitragen k\u00f6nnen zum bunten Teppich, Tuch und Turban tragen, warum nicht, oder endlich den gestreiften Zweireiher und die Krawatte kaufen, oder g\u00e4nzlich auf alle Bentleys verzichten, langsam die L\u00fcgen abbauen und die Geschichten zumindest soweit klarstellen, dass sie andere nicht an\u00f6den m\u00fcssen, weil auf das Wesentliche verzichtet wird. Was ist das Wesentliche? Ach, jetzt bin ich so richtig in Fahrt und muss aufh\u00f6ren, sonst werden es vielleicht auch noch viele, viele Seiten, die nichts anderes im Sinn haben, als das Nichts zu vertreiben.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern habe ich dann endlich den Satz oben aus den Seiten der Zeit entfernt, und es dauerte nicht lange, da hatte ich den Wunsch, den Artikel &#8218;Das&#8216; dazuzuf\u00fcgen. Es faszinierte mich innerhalb des angemessenen Momentes, der solche Unterhaltungen erm\u00f6glicht, dass diese drei Buchstaben dem Satz einen v\u00f6llig anderen Sinn hinzuf\u00fcgen. Aber gibt es hier wirklich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-10964","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10964"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10964\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10969,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10964\/revisions\/10969"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}